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Bluthochdruck
Bleibt Bluthochdruck zu lange unerkannt, können Gefäße und Organe unwiderruflich geschädigt werden. Was dagegen zu tun ist - ein Interview mit Prof. Dr. med. Florian Limbourg, Internist und Hypertensiologe.
Wie viele Menschen über 60 Jahre leiden an Bluthochdruck?
Sehr viele! Mit 60 Jahren leiden etwa die Hälfte der Deutschen unter Bluthochdruck, mit 75 Jahren haben leider 75 Prozent der Deutschen Bluthochdruck.
Ist Bluthochdruck denn gefährlich?
Ja, denn wenn ich den Bluthochdruck über längere Zeit nicht erkenne und ge-gensteuere, werden zuerst meine Blutgefäße geschädigt und danach meine Organe. Im schlimmsten Fall führt das dann zu Nierenversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bluthochdruck beeinflusst die Sterblichkeit massiv, hinter vielen Todesursachen wie etwa dem Herzinfarkt steckt eigentlich der Bluthochdruck.
Wie kann ich Bluthochdruck erkennen?
Zunächst einmal: Es ist sehr wichtig, den Bluthochdruck früh zu erkennen und zu behandeln. Bei der regelmäßigen Vorsorge beim Hausarzt oder bei der Hausärztin wird immer Blutdruck gemessen. Diese Vorsorge wahrzunehmen ist also wichtig. Aber zusätzlich empfiehlt es sich, selbst daheim den Blutdruck regelmäßig zu messen, denn diese Werte sind aussagekräftiger als die punktuelle Untersuchung beim Arzt oder bei der Arztin. Ich empfehle eine Woche lang den Blutdruck in Ruhe morgens und abends zu messen und die Werte zu notieren und dann den Durchschnitt auszurechnen. Dieser sollte nicht höher als 135/85 sein. Bestimmte Smartwatches können bei der Aufzeichnung des Blutdrucks auch sehr helfen.
Wenn ich erhöhten Blutdruck habe, was kann ich dann machen?
Zum einen sollte ich dann Blutdruck senkende Medikamente nehmen. Zum anderen ist eine Änderung des Lebensstils notwendig. Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung mit wenig Salz, wenig Fett und wenig Zucker ist wichtig. Und regelmäßiger Sport, am besten jeden zweiten Tag. Mit ein wenig Disziplin kann ich so meinen Blutdruck besser in den Griff bekommen.
Dr. Julia Egleder